Audiologie

Neugeborenenhörscreening
Neugeborenenhörscreening
Neugeborenenhörscreening

Seit Ende der 80-er Jahre ist es möglich, anhand der Messung sogenannter Otoakustischer Emissionen (OAE) eine Aussage über das Hörvermögen eines neugeborenen Kindes zu treffen. Mit einer komplett schmerzfreien Messmethode lassen sich durch hochempfindliche Messmikrophone akustisch-mechanische Reizantworten spezieller Sinneszellen im Hörorgan registrieren. Dies erlaubt eine Funktionskontrolle des Innenohrs im Säuglings- und Kleinkindalter.
Außerdem nutzt man diese Messmethode bei speziellen Fragestellungen in der Erwachsenenhördiagnostik, zum Beispiel bei Lärmschwerhörigkeit oder zur Funktionskontrolle des Hörorgans bei der Anwendung ohrtoxischer Medikamente.

Hirnstammhördiagnostik (BERA)

Ähnlich einem EEG werden bei dieser Messmethode Elektroden am Kopf angeklebt. Akustische Reize werden verabreicht und deren Weg vom Innenohr bis zum Hirnstamm verfolgt.
Mit der Hirnstammhördiagnostik (BERA=Brainstem evoked response audiometry) steht uns eine Untersuchung zur Verfügung, das Hörvermögen zu prüfen, ohne dass wir auf die subjektiven Angaben des zu Untersuchenden angewiesen sind. Das spielt wiederum eine besondere Rolle in der Hördiagnostik kleiner Kinder. Außerdem liefert uns die Messmethode bei einer vorhandenen Schwerhörigkeit wichtige Hinweise, ob eine Schädigung im Bereich des Innenohres, des Hörnerven oder im Hirnstamm lokalisiert ist.

Spezialuntersuchungen zur zentralen Hörwahrnehmung und Hörverarbeitung bei Kindern und Erwachsenen
Hörwahrnehmung und Hörverarbeitung
Hörwahrnehmung und Hörverarbeitung

Eine hervorzuhebende Praxisbesonderheit ist sowohl die apparative Voraussetzung als auch die jahrelange Erfahrung in der Untersuchung der zentralen Hörwahrnehmung und Hörverarbeitung.
Unser gesundes Hörorgan im Innenohr empfängt alle zu hörenden Signale aus der Umgebung. Jetzt müssen Hirnstrukturen diese richtig weiterleiten, ordnen und wichten, damit wir alles so wahrnehmen, wie es gedacht ist. Manchmal funktioniert das nicht. Es macht den Eindruck, als sei man schwerhörig, ist es aber gar nicht. Die Fehlfunktion kann auf verschiedenen Ebenen liegen, muss erkannt werden, um richtig behandelt zu werden. Dieses Problem sehen wir oft bei hyperaktiven und sprachentwicklungsverzögerten Kindern, die dann meist mit Lernschwierigkeiten in der Schule auffällig werden. Aber auch Erwachsene können dieses Problem aufweisen. Lassen Sie sich beraten.